Die Vier-Säulen-Strategie des Luftverkehrs
Die gesamte Luftverkehrswirtschaft, darunter die Initiative „Luftverkehr für Deutschland", hat eine Vier-Säulen-Strategie entwickelt, die das gesamte Spektrum praktikabler Maßnahmen zum Klimaschutz im Luftverkehr umfasst. Diese Strategie ist von der Internationalen Zivilen Luftfahrtorganisation (ICAO) anerkannt.
Säule 1: Technischer Fortschritt
Technologische Innovationen stellen den größten Hebel für Effizienzverbesserungen im Luftverkehr dar, sei es nun bei Materialien, Triebwerken, Elektronik oder Aerodynamik . Seit 1970 haben sich dank technischer Neuerungen der spezifische Kerosinverbrauch und die CO2-Emissionen um 70 Prozent reduziert. Alternative Kraftstoffe bieten einen weiteren vielversprechenden Ansatz zur Emissionsreduzierung.
Säule 2: Verbesserte Infrastruktur
Ein erhebliches Einsparpotenzial eröffnen Infrastrukturverbesserungen am Boden und in der Luft. Die größten Möglichkeiten bieten dabei eine optimierte Nutzung der Lufträume (Stichwort Single European Sky) und ein bedarfsgerechter Ausbau der Flughafeninfrastruktur.
Säule 3: Operative Maßnahmen
Der Einsatz effizienterer Flugzeuggrößen, das Fliegen optimaler Flugrouten und -geschwindigkeiten sowie verbesserte Prozesse am Boden können ebenfalls die Effizienz erhöhen und Emissionen reduzieren.
Säule 4: Ökonomische Instrumente
Als Ergänzung zu den drei anderen Säulen können auch ökonomische Instrumente zum Einsatz kommen. Emissionsabhängige Flughafenentgelte oder auch ein global ausgelegter Emissionshandel wären dafür Beispiele. Wesentlich dabei ist, diese Instrumente wettbewerbsneutral auszugestalten.

