27. Mai 2009

Klares Bekenntnis zum Luftverkehr - Initiative „Luftverkehr für Deutschland" begrüßt neues Flughafenkonzept

Die Initiative „Luftverkehr für Deutschland" begrüßt die heutige Verabschiedung des Flughafenkonzeptes durch das Bundeskabinett. Mit dem klaren Bekenntnis zum Luftverkehr unterstreicht die Bundesregierung erneut die herausragende Bedeutung der Luftverkehrsbranche für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Prof. Wilhelm Bender, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, hebt hervor, dass „das neue Flughafenkonzept jetzt ein großes Bundesinteresse an der bedarfsgerechten Weiterentwicklung der sieben Flughäfen Frankfurt, München, BBI, Düsseldorf, Köln/Bonn, Hamburg und Stuttgart auf Grund der verkehrspolitischen und volkswirtschaftlichen Bedeutung festschreibt". 

Damit schließt sich die Bundesregierung den Erkenntnissen der Luftverkehrswirtschaft an und folgt weitgehend den Empfehlungen der Initiative „Luftverkehr für Deutschland", die bereits den „Masterplan zur Entwicklung der Flughafeninfrastruktur" als Basis vorgelegt hatte. Jetzt wird die Vereinbarung des Koalitionsvertrags umgesetzt, nach der die „deutsche Flughafeninfrastruktur im Hinblick auf die Funktion Deutschlands als internationalem Luftverkehrsstandort wettbewerbsfähig weiterzuentwickeln [ist]". 

Ein wesentlicher Bestandteil zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland ist ein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit von Nachtflügen. Durch die Beschreibung des Status quo der derzeit geltenden Betriebszeiten einzelner Flughäfen bleibt das Flughafenkonzept jedoch hinter den an Markt und Wettbewerb orientierten Notwendigkeiten zurück. Erfreulich hingegen ist, dass für die Luftfracht ein klares Bekenntnis zu Nachtflügen an konkreten Flughafenstandorten im Konzept enthalten ist. 

Der Bund übernimmt nun eine stärkere Rolle und Verantwortung bei der Entwicklung der Flughafenlandschaft insgesamt. Dadurch kann einer unkoordinierten Entwicklung von Kleinstflughäfen, mit negativen Subventionsfolgen, entgegen gewirkt werden. Für die Wettbewerbsfähigkeit ist ebenfalls eine Optimierung der intermodalen Vernetzung der Verkehrsträger von Bedeutung. „Die notwendige Schienenanbindung interkontinentaler Hubflughäfen, insbesondere des Flughafens München, muss durch eine gemeinsame, tragfähige Nah- und Fernverkehrskonzeption durch Land und Bund erfolgen", sagt Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, „denn nur so kann der Flughafen München sein intermodales Potenzial nutzen und seine Verteilerfunktion erfüllen." 

Wichtig ist nun die zügige Umsetzung des Flughafenkonzeptes, um die Zukunftsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland langfristig zu sichern. Das erfordert eine klare Positionierung der Bundesregierung zu den maßgeblichen Luftverkehrsinfrastrukturvorhaben in Deutschland. Zusätzlich müssen Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfacht und vor allem aber beschleunigt werden, damit Deutschland im europäischen und internationalen Wettbewerb weiterhin bestehen kann. Dies soll durch eine Expertengruppe untersucht und umgesetzt werden.