Die kommenden Herausforderungen der Flugsicherung
Ein Blick hinter die Kulissen bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbHKnapp drei Millionen Flüge durchqueren jährlich den deutschen Luftraum - bis zu 10.000 Flüge müssen täglich koordiniert und kontrolliert werden. Ein technisch und organisatorisch hochentwickeltes System schafft hier Ordnung. Es basiert auf der Partnerschaft zwischen der Flugsicherung, den Fluggesellschaften und den Flughäfen. Doch wie funktioniert eigentlich die Kontrolle des Luftverkehrs, wie werden Fluglotsen ausgebildet und was tut sich im europäischen Luftraum? Auf eine Einladung der Initiative „Luftverkehr für Deutschland“ konnten heute Medienvertreter einen Blick hinter die Kulissen der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen werfen.
DFS-Geschäftsführer Betrieb, Ralph Riedle, informierte über die Herausforderungen, denen sich die DFS und die anderen europäischen Flugsicherungsorganisationen stellen müssen – denn in der europäischen Flugsicherungslandschaft wird es Veränderungen geben. Stichworte sind „Single European Sky“, eine Initiative der Europäischen Union, die sich einen einheitlichen europäischen Himmel zum Ziel gesetzt hat oder „Functional Airspace Block Europe Central": Sechs Staaten - Frankreich, die Schweiz, die Benelux-Staaten und Deutschland - arbeiten an einem gemeinsamen Luftraum, um Verkehrsströme zu optimieren, Engpässe zu beseitigen, Umwege zu vermeiden und damit Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.
Fluglotse ist ein attraktiver Beruf. Der Job ist verantwortungsvoll, interessant und spannend. Dennoch muss die DFS ständig für den Beruf werben, um genügend Nachwuchs zu rekrutieren - nur rund fünf Prozent der Bewerber bestehen den Eignungstest. Lotsenschüler werden an modernen Simulatoren ausgebildet. Der Blick in den 360-Grad-Towersimulator ist beeindruckend. Doch Fluglotsen arbeiten nicht nur im Tower, sondern meist in Kontrollzentralen. Die DFS besitzt vier davon - eine der größten der Welt befindet sich in Langen bei Frankfurt. Hier werden der Überflugverkehr und die An- und Abflüge der vier großen Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, Köln und Stuttgart kontrolliert. Nur das perfekte Zusammenspiel der Systempartner Flugsicherung, Fluggesellschaften und Flughäfen, die sich auch in der Initiative „Luftverkehr für Deutschland“ zusammengeschlossen haben, garantiert Sicherheit und Pünktlichkeit in einem der komplexesten Lufträume der Welt.
Ziel der Initiative „Luftverkehr für Deutschland“ ist es, den Luftverkehrsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, die führende Position der deutschen Luftverkehrsunternehmen auszubauen und die sich bietenden Chancen im globalen Wettbewerb zu nutzen.
